Vater werden

Vater zu werden gehört wohl zu den spannendsten Erfahrungen im Leben eines Mannes. Die erste Reaktion auf die Nachricht, ein Kind gezeugt zu haben, kann Freude auslösen, aber auch einen Schock darstellen. Es braucht Zeit zu begreifen, welche Bedeutung diese Nachricht für das weitere Leben hat.

Die bevorstehende Vaterschaft stellt neue Aufgaben, in die der Mann erst hineinwachsen muss. Manche Männer fühlen sich durch das gesellschaftlich geprägte Bild des "Familienernährers" aufgefordert, viel Geld zu verdienen, um der zukünftigen Familie Schutz und Sicherheit zu bieten. Wer "Elternzeit" in Anspruch nehmen oder vermehrt Zeit mit seiner Familie verbringen will, kann in Loyalitätskonflikte mit dem Arbeitgeber oder mit Freunden geraten.

In den Monaten der Schwangerschaft fällt es Männern oft nicht leicht, ihre Partnerin zu begleiten. Sie leiden unter den Stimmungsschwankungen der Frau, Abende bei Kollegen oder spontane Urlaube sind keine Selbstverständlichkeit mehr und das veränderte sexuelle Verlangen der Partnerin kann zu einem Gefühl der Zurückweisung führen. Die Beziehung zum Kind ist noch nicht spürbar, die Aussicht auf ein Leben zu dritt kann mit Themen wie Sicherheit, Verantwortung oder auch Zukunftsängsten verbunden sein.

Für werdende Väter kann es hilfreich sein, bei den Kontrolluntersuchungen ihrer Partnerin dabei zu sein oder mit ihr gemeinsam einen Geburtsvorbereitungskurs zu besuchen. Umgekehrt fühlen sich manche Männer geradezu unter Druck dabei sein zu müssen, obwohl sie das eigentlich nicht wollen, auch bei der Geburt.

Es ist wichtig, sich über Gedanken und oft auch widersprüchliche Gefühle in der Partnerschaft auszutauschen. Nach der Geburt können Freiräume als Paar helfen, sich nicht nur in der Elternrolle, sondern auch als Partner wiederzufinden.

Weiterführende Informationen finden werdende Väter hier.

Sollten Sie sich in Ihrer neuen Rolle als Vater belastet fühlen oder einfach Fragen haben, kontaktieren Sie uns. Wir sind gerne für Sie da.