Fehlgeburt, Totgeburt

Der unerwartete Verlust eines Kindes in der Schwangerschaft oder bei der Geburt kann Schmerz und tiefe Trauer auslösen.

Viele Frauen erleben eine Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft und kommen, je nach den Umständen, mehr oder weniger gut darüber hinweg. Vor allem bei späteren Fehlgeburten oder Totgeburten beschreiben Frauen dieses Erlebnis jedoch wie einen Schlag, von dem man sich kaum zu erholen glaubt.

Jede zweite Frau erleidet zumindest einmal in ihrem Leben eine Fehlgeburt nach der 10. Schwangerschaftswoche.  Die Frage nach dem Warum kann belasten und verunsichern: Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich schuld an der Fehlgeburt? Ist etwas bei mir nicht in Ordnung? Wird die nächste Schwangerschaft gut gehen?

Es ist wichtig zu wissen: Bei einer gesunden Schwangerschaft können normale Arbeit, Sport oder ein Glas Wein keine Fehlgeburt verursachen. Oft beendet die Natur von sich aus jene Schwangerschaften, die z.B. genetisch nicht richtig angelegt waren oder wenn eine Erkrankung vorlag. Die Frau kann hier nichts dafür oder dagegen tun.

Eine Fehlgeburt oder Totgeburt betrifft alle in der Familie. Die Wege mit der Trauer umzugehen können jedoch sehr verschieden sein. Männer verarbeiten den unerwarteten Verlust meist anders als Frauen, Kinder anders als Erwachsene. Manchmal entsteht daraus das Gefühl, vom Anderen nicht verstanden zu werden. Es ist entlastend, das Geschehene anzusprechen und sich gegenseitig in der persönlichen Form des Trauerns zu unterstützen.

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie hier: Fachstelle Fehlgeburt und perinataler Kindstod