Statistik als Spiegel der Gesellschaft


Statistik als Spiegel der Gesellschaft

Von den 769 Klientinnen des Jahres 2015 liessen sich fast 30 Prozent in sozial- und arbeitsrechtlichen Fragen beraten, mehr als je zuvor. Dies spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen wider: die Zahl ausländischer Arbeitskräfte und von Grenzgängerinnen wächst. Sie brauchen bei einer Schwangerschaft verstärkt Information und Orientierung. Zudem spüren wir, dass sich der Druck am Arbeitsplatz auch für schwangere Frauen verstärkt. Viele Alleinerziehende und junge Mütter leben an oder unter der Armutsgrenze.

Auffallend ist weiters die zunehmende Zahl von psychisch belasteten Schwangeren, die wir stabilisierend durch die Schwangerschaft begleiten. Die Migrationsströme führen mehr syrische, afghanische und afrikanische Frauen in unsere Beratungsstellen. Ebenso nimmt die Zahl osteuropäischer Pflegekräfte mit Schwangerschaftsproblemen zu. Die Arbeit mit Flüchtlingen und Arbeitskräften aus dem Ausland stellt uns nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell vor neue Herausforderungen.